Rettungssanitäter/-in HF

Nicht zu wissen, was der Arbeitstag bringt, reizt Sie? In sich rasch ändernden Situationen behalten Sie einen kühlen Kopf und die Übersicht? Dann sind Sie für den Beruf als Rettungssanitäter/-in geeignet. Sie sind mitverantwortlich für die Organisation und Leitung von Notfalleinsätzen und Krankentransporten. Bei akuten Erkrankungen und schweren Unfällen begeben Sie sich umgehend zum Ort des Geschehens. Was Sie dort erwartet, wissen Sie oft nur ungenau. Ihr Alltag ist geprägt vom Wechselspiel zwischen Ruhe und raschem Handeln. Bei Ihrer Arbeit sind Sie ein Teil eines eingespielten Teams mit Ärzten, Pflegefachleuten, Polizisten und weiteren Fachpersonen.

Voraussetzungen

In der Regel gilt:

  • Abschluss einer 3-4-jährigen Grundbildung oder Abschluss einer Fachmittelschule (FMS) oder gymnasiale Matura und  
  • mind. Führerausweis der Kategorie B, während der Ausbildung muss die Berechtigung für den berufsmässigen Personentransport erworben werden und
  • Eignungsabklärung (z.B. Abklärung der psychischen und physischen Belastbarkeit und Gesundheit, der sozialen Eignung, der Flexibilität, der Ausdrucksfähigkeit, der Lernfähigkeit).

Über weitere Aufnahmebedingungen (z.B. Vorpraktikum im Gesundheitswesen) und die Anrechenbarkeit von vorgängigen beruflichen Ausbildungen (z.B. Pflegefachpersonen oder Transportsanitäter/innen) entscheiden und informieren die Ausbildungsstätten.

Ausbildung

Dauer

  • 3 Jahre
  • 1 Jahr für Transportsanitäter/innen mit eidg. Fachausweis

Ausbildungskonzept

  • theoretische und praktische Ausbildung an der Schule
  • praktische Ausbildung in einem Rettungsdienst
  • praktische Ausbildung in benachbarten Berufen (Spezialpraktika: Anästhesie, Pflege, Notfall, Spitex / Geriatrie, Sanitätsnotrufzentrale)
  • Arbeitsprozesse: z.B. Organisation, Leitung und Dokumentation von Einsätzen; Situationsbeurteilung und Einleitung von organisat. und operat. Massnahmen; Massnahmen zur Rettung und präklin. Versorgung; Prävention etc.

Abschluss

Dipl. Rettungssanitäter/in HF

Bildungsanbieter HF

EMERGENCY Schulungszentrum
Postfach 1229
4800 Zofingen
041 511 03 11
info@esz.ch
www.esz.ch

Medi; Zentrum für medizinische Bildung
Max-Daetwyler-Platz 2
3014 Bern
031 537 31 33
info@medi.ch
www.medi.ch

CEFOPS Centre de formation professionnelle santé-social
Ecole supérieure de soins ambulanciers
6, chemin Thury
1206 Genève
022 388 34 00
http://edu.ge.ch/cfps

Schweizer Institut für Rettungsmedizin SIRMED AG
Guido A. Zächstrasse 1
6207 Nottwil
041 939 50 50
info@sirmed.ch
www.sirmed.ch

Scuola cantonale in cure Infermieristiche
Via Soldino 9
Centro San Carlo
6900 Lugano-Besso
decs.sssci.lugano@edu.ti.ch
www.sssci.ti.ch

ES ASUR École Supérieure d’Ambulancier et Soins d’Urgence Romande
En Budron C8
1052 Le Mont-sur-Lausanne
021 614 00 60
info@es-asur.ch
www.es-asur.ch

Schutz & Rettung Fachschule für Rettungsberufe
Orion-Strasse 6
8152 Glattpark (Opfikon)
044 411 23 20
www.stadt-zuerich.ch/srz-hfrb

Arbeitsorte

Rettungssanitäter/innen arbeiten in spitalgebundenen oder privaten Rettungsdiensten, für öffentliche Rettungsorganisationen oder bei der Luftrettung.

Arbeitswelt

Der Dienst ist unregelmässig und wird während 24 Stunden pro Tag an 7 Tagen die Woche garantiert. Zusätzlich zur Nacht- und Sonntagsschicht ist Pikettdienst zu leisten. Der Arbeitsalltag ist geprägt von einem Wechsel von Wartezeiten zu Einsätzen und umgekehrt. In Notfall-, Krisen- und Risikosituationen müssen die Fachkräfte belastbar, flexibel und entscheidungskräftig sein.

Fachkundige Berufsleute sind auf dem Arbeitsmarkt gesucht. Die schnelle Entwicklung im technischen und medizinischen Bereich erfordert eine permanente Fortbildung.

Aufgabenbeschrieb

Rettungssanitäter sind in Rettungsdiensten und -organisationen tätig. Sie organisieren und leiten Einsätze jeglicher Komplexität: Sie versorgen und transportieren Patienten in kritischem und nicht kritischem Gesundheitszustand. Bei akuten Erkrankungen und schweren Unfällen begeben sie sich mit dem Einsatzfahrzeug rasch an den Ereignisort.

Beim Eintreffen am Notfall- oder Unfallort verschaffen sich Rettungssanitäterinnen sofort einen Überblick über die Situation. Als erste Ansprechpartnerinnen für Patientinnen, ihre Angehörigen und Dritte erfüllen sie deren Kommunikationsbedürfnisse. Sie übernehmen die Sicherung der Umgebung, die Einsatzleitung sowie die präklinische medizinische Versorgung. Rasch müssen sie den Gesundheitszustand einer Patientin beurteilen und die nötigen Massnahmen ergreifen. Zu den ausserklinischen Handlungen vor Ort gehören Rettungstechniken wie Beatmen, Verabreichen von Infusionen und Medikamenten, Durchführen von Herzmassagen oder Defibrillieren. Die Tätigkeit am Einsatzort erfordert eine laufende Beurteilung und Überwachung der Vitalfunktionen einer Patientin z.B. durch Blutdruckmessung, EKG oder weitere Untersuchungen. Anschliessend wird die Patientin ins Spital transportiert. Während der Fahrt wird sie medizinisch versorgt und überwacht.

Für die optimale Versorgung des Patienten arbeiten Rettungssanitäter in einem eingespielten Team intensiv mit Ärzten, Pflegefachleuten, Polizisten und anderen Fachpersonen zusammen. Die jeweiligen Verantwortlichkeiten sind aufeinander abgestimmt und greifen wie Kettenglieder ineinander. Rettungssanitäter sichern die Qualität und Kontinuität in der Rettungskette. Ist ein Notarzt anwesend, obliegt ihm die medizinische Führung und die Rettungssanität ist für die technische und organisatorische Führung zuständig.

Nach dem Einsatz bringen Rettungssanitäterinnen den Rettungswagen in Ordnung, reinigen und desinfizieren Geräte und Instrumente, füllen Verbrauchsmaterial auf, kontrollieren und bewirtschaften die gesamte Infrastruktur, Technik und Logistik. In den Wartezeiten zwischen den Einsätzen bleibt Zeit für das Schreiben der Einsatzrapporte und das Erledigen administrativer Aufgaben.

Aktiv informieren sich Rettungssanitäter über Neuerungen im eigenen Arbeitsfeld. Mit ihrer Beteiligung an Forschungsprojekten tragen sie zudem zur Berufsentwicklung und Qualitätssicherung bei.

Weiterbildung

Kurse

Angebote von Fachschulen für Rettungsberufe, Kliniken und Schulen des Gesundheitswesens

Fachhochschule

z.B. Bachelor FH in Pflege
 
Spezialeinsätze

z.B. Katastrophenhundeführer/in, Schweiz. Korps für humanitäre Hilfe beim DEZA, Einsätze bei der REGA oder bei Sanitätsnotrufzentralen

Pädagogischer Bereich

Berufsschullehrer/in im Gesundheitswesen (Ausbildung am eidg. Hochschulinstitut für Berufsbildung EHB, Zollikofen)

Nachdiplomstufe

Angebote an Höheren Fachschulen und Fachhochschulen

Bilderwelt

 

Quelle (teilweise): BIZ-BERUFSINFO, SDBB Bern / Laufbahnzentrum (LBZ) Zürich