Fachfrauen Gesundheit arbeiten in Spitälern und Kliniken, Alters-, Pflege- und Behindertenheimen, Rehabilitationszentren oder im Spitexbereich. Sie sind in Teams von Fachleuten tätig. In der Regel sind sie diplomierten Pflegefachleuten unterstellt. Als Generalistinnen sind sie zuständig für verschiedene Aufgabenbereiche:
Fachmänner Gesundheit unterstützen kranke, behinderte und betagte Menschen je nach Bedarf und Situation. Sie pflegen, betreuen und begleiten diese. Neben dem Gesundheitszustand berücksichtigen sie dabei Faktoren wie Religion, Kultur, Alter und Geschlecht der Patienten oder auch deren Gewohnheiten, Lebensumstände und Umfeld. Mit viel Einfühlungsvermögen helfen sie z.B. bei der täglichen Körperpflege, beim Aufstehen, beim An- und Ausziehen. Sie verabreichen ihnen Essen und Getränke. Bei bettlägerigen Patienten kümmern sie sich um deren Lagerung. Sie unterstützen Patienten bei ersten Gehversuchen nach langer Bettlägerigkeit und fördern so deren Beweglichkeit und Lebensqualität.
Fachpersonen Gesundheit übernehmen einfache medizinaltechnische Verrichtungen und entlasten so Fachleute aus Labor, Pflege und Physiotherapie. Sie messen z.B. bei den Patientinnen Blutdruck, Puls und Temperatur, nehmen Verbandswechsel und Blutentnahmen vor, verabreichen Medikamente und Sondennahrung oder führen einfache Laboruntersuchungen aus. Das gebrauchte Material reinigen, desinfizieren und sterilisieren sie. Ausserdem erkennen sie Notfallsituationen. Falls nötig wenden sie Erste Hilfe an oder sorgen für rasche Hilfe durch andere Fachleute.
Im Spitexbereich begleiten Fachpersonen Gesundheit Bewohner von Privathaushalten oder Wohngemeinschaften in Pflege-, Wohn- und Behindertenheimen. Sie bringen ihnen Medikamente, pflegen sie und unterstützen sie beim Aufbau einer Tagesstruktur. Je nach Gesundheitszustand der Patienten erledigen sie den Haushalt gemeinsam oder alleine. Sie kochen, betten, waschen und putzen. Sie animieren diese auch z.B. mit Spielen oder Festen.
Zudem erledigen Fachfrauen Gesundheit administrative und organisatorische Arbeiten. Sie bewirtschaften Vorräte und schauen, dass z.B. genügend Pflege- und Büromaterial vorhanden ist. Sie sorgen dafür, dass Instrumente und Apparaturen jederzeit funktionieren. Sie arbeiten mit am Empfang, führen Patientenblätter, erstellen Abrechnungen oder übernehmen Post- und Telefondienst.
Quelle: BIZ-BERUFSINFO, SDBB Bern / Laufbahnzentrum (LBZ) Zürich
Aktivierungsfachfrauen HF gestalten Therapieprogramme für Einzelpersonen und Gruppen. Mit ausgewählten therapeutischen Mitteln - wie musische, gestalterische, kognitive und lebenspraktische Aktivitäten und Tätigkeiten - unterstützen, erhalten, fördern und reaktivieren sie körperliche, geistige und psychosoziale Fähigkeiten ihrer Klientinnen. Zur Steigerung und Erhaltung der Lebensqualität sollen diese die eigenen Ressourcen und Interessen aktiv nutzen und möglichst viel selbstständig tun und entscheiden können.
Zentral in der Arbeit von Aktivierungsfachmännern HF ist die Aktivierungstherapie. Bei diesem gezielten, strukturierten und prozessorientierten Vorgehen sammeln die Fachleute ganzheitlich Informationen zur Biografie, zur Krankengeschichte und zur aktuellen Lebenssituation der Klienten. Je nach Behinderungen und Einschränkungen, vorhandenen Fähigkeiten, Möglichkeiten und Interessen definieren sie die therapeutischen Ziele und Massnahmen. Sie legen das Vorgehen fest, wählen geeignete Therapieformen und erstellen einen Therapieplan. Mit aktivierungstherapeutischen Mitteln und Methoden fördern und reaktivieren sie die Ressourcen ihrer Klienten. Die Beobachtungen, Erfahrungen und Resultate ihrer Arbeit dokumentieren und bewerten sie und leiten daraus die Konsequenzen für die weiterführende Therapie ab.
In der aktivierenden Alltagsgestaltung vermitteln Aktivierungsfachleute HF ihren Klientinnen eine Tages- und Wochenstruktur. Unter Berücksichtigung der Interessen bereichern sie deren Alltag durch Rituale, Feiern und kulturelle Anlässe, die sie planen, organisieren, durchführen und evaluieren. Dies bringt Freude und Abwechslung in den Alltag der Klientinnen und ermöglicht ihnen Sozialkontakte zu knüpfen und Integration zu erleben.
Je nach Position verantworten Aktivierungsfachleute HF den gesamten Bereich der Aktivierung. Sie leiten ein Team und sind zuständig für die Selektion, den Einsatz, die Anleitung und Schulung von Mitarbeitenden. Sie garantieren den Informationsfluss zwischen den beteiligten Personen, Fachleuten und -stellen und nehmen an Rapporten und Sitzungen teil. Dadurch vernetzen und koordinieren sie ihre Aufgaben mit denen der anderen Berufsgruppen im pflegerischen, betreuenden und therapeutischen Bereich.
Quelle: BIZ-BERUFSINFO, SDBB Bern / Laufbahnzentrum (LBZ) Zürich
Fachleute Operationstechnik HF arbeiten im Operationsbereich von Spitälern. Sie wirken vor, während und nach Operationen mit. Indem sie Chirurgen die Instrumente reichen, und für das Funktionieren der Apparate sowie das Bereitstellen des Materials sorgen, tragen sie zum Gelingen bei. Zudem betreuen sie die Patienten.
Als spezialisierte Fachpersonen organisieren sie den Arbeitsablauf im Operationsbereich, wo äusserst strenge Hygienevorschriften herrschen. Ihr Arbeitsalltag ist geprägt durch schnell ändernde, unvorhersehbare Situationen, eine Vernetzung von fachlichen und personellen Aufgaben sowie einen hohen Risiko- und Technisierungsgrad. Für den reibungslosen Ablauf muss alles sehr gut vorbereitet sein, und Fachpersonen Operationstechnik HF müssen sich immer wieder der aktuellen Situation anpassen. Sie koordinieren die Einsätze diverser Teams, z.B. von Chirurgen verschiedener Fachdisziplinen sowie des Fachpersonals aus Anästhesie, Pflege oder Medizintechnik. Sie planen die Belegung des Operationssaals, disponieren die Geräte und übernehmen logistische Aufgaben wie die Lagerung der Materialien, deren Entsorgung und Unterhalt. Dabei berücksichtigen sie medizinische und wirtschaftliche Gesichtspunkte sowie die Bedürfnisse der Patientinnen.
Fachpersonen Operationstechnik HF sorgen für das Wohlbefinden der Patienten, sie begleiten und betreuen sie in der aussergewöhnlichen Situation einer Operation. Nicht selten sind sie konfrontiert mit verängstigten, leidenden Menschen, schlimmen Verletzungen und auch mit dem Sterben.
Bei operativen Eingriffen sind immer zwei dipl. Fachpersonen Operationstechnik HF anwesend, eine für das Zudienen und eine für das Instrumentieren. Sie sind bei der Zudientätigkeit dafür verantwortlich, dass sämtliche unsterile Materialien richtig bewirtschaftet sind und die benötigten medizintechnischen Geräte und Einrichtungen bereit stehen. Beim Instrumentieren gewährleisten sie den fachgerechten Einsatz der sterilen Instrumente und reichen den Chirurgen diese zum richtigen Zeitpunkt. Über die Abläufe chirurgischer Eingriffe wissen sie genau Bescheid, sodass sie meist ohne Anweisung sofort das richtige Instrument bereithalten. Dies erfordert auch bei mehrstündigen Operationen höchste Konzentration.
Im Operationssaal arbeiten die Fachleute auf engstem Raum mit verschiedenen Berufsgruppen zusammen. In ihrem Verantwortungsbereich leiten sie zudem Lernende und Mitarbeitende an.
Quelle: BIZ-BERUFSINFO, SDBB Bern / Laufbahnzentrum (LBZ) Zürich
Dentalhygieniker/innen HF leisten einen zweifachen Beitrag zur Gesundheit von Zähnen, Zahnfleisch und Mundhöhle: Zum einen durch Aufklärung und Beratung, zum anderen durch Behandlung. Sie beraten, motivieren und instruieren Patientinnen zu einer bestmöglichen Zahnpflege und Mundhygiene mit dem Ziel, Schäden und Krankheiten an Zahnfleisch, Mundschleimhaut, Zahnhalteapparat sowie Zähnen zu verhindern. Krankhafte Veränderungen erkennen und behandeln sie fachgerecht.
Die Berufsleute betreuen und behandeln gesunde, kranke und behinderte Menschen jeden Alters. Zu Beginn der Behandlung erheben Dentalhygieniker/innen HF die Anamnese und Befunde. Mit Hilfe von speziellen Instrumenten und Geräten untersuchen sie Zähne sowie Zahnfleisch auf Beläge und Erkrankungen und überprüfen Füllungen. Sie kontrollieren die Mundhöhle, um Veränderungen der Mundschleimhaut festzustellen. Sie erstellen Gipsmodelle oder Röntgenbilder, die z.B. einen Kariesbefall anzeigen. Die Befunde besprechen sie mit dem Zahnarzt und erarbeiten gemeinsam mit ihm und dem Patienten einen Hygiene- und Therapieplan.
Dentalhygieniker/innen HF zeigen den Patientinnen die richtigen Zahnreinigungstechniken und klären sie zur Bedeutung regelmässiger Mundhygiene und zahnmedizinischer Kontrollen auf. Diese prophylaktische Aufgabe ist ein wichtiger Teil ihrer Arbeit und erfordert viel Einfühlungsvermögen und Überzeugungskraft.
Dentalhygieniker/innen HF organisieren und planen die Therapie und führen diese selbstständig durch. Sie entfernen z.B. Plaque oder Zahnstein mit speziellen Handinstrumenten und Geräten. Sie polieren Füllungen auf, entfernen Füllungsüberschüsse, polieren Zahnoberflächen mit Pasten, fluoridieren und versiegeln. Aus ästhetisch-kosmetischen Gründen entfernen sie Verfärbungen oder bleichen die Zähne (Bleaching). Die äusserst präzisen Arbeiten erfordern hohe Konzentration und manuelle Geschicklichkeit. Nach der Behandlung räumen Dentalhygieniker/innen HF den Behandlungsraum auf, desinfizieren und sterilisieren die Geräte und Instrumente und protokollieren die vorgenommene Behandlung.
Dentalhygieniker/innen HF übernehmen Führungsverantwortung in ihrem Fachbereich und delegieren Arbeiten an unterstellte Mitarbeitende. Zudem können sie sich an Forschungsprojekten beteiligen, Gesundheitsberatungen übernehmen, Vorträge zu Prophylaxeprogrammen halten oder neue Behandlungsmethoden testen.
Quelle: BIZ-BERUFSINFO, SDBB Bern / Laufbahnzentrum (LBZ) Zürich
Der medizinisch-technische Beruf steht ganz im Dienste der Menschen. Biomedizinische Analytiker/innen HF erhalten in der Regel vom verordnenden Arzt eine Probe, z.B. Blut, die es im Labor zu analysieren gilt. Bei Blut- oder Knochenmarkentnahmen haben sie auch direkten Patientenkontakt. Mit computerisierten Messgeräten, modernen Präzisionsapparaten oder von Hand untersuchen sie die Proben auf krankhafte Veränderungen.
Die Analyseresultate bilden eine wichtige Grundlage für die Diagnose, die Überwachung von Behandlungen sowie die Prognose und Prävention von Krankheiten. Für Patienten ist es oftmals lebenswichtig, dass die Analysen auch unter Zeitdruck, etwa bei Notfällen, absolut zuverlässig und exakt ausgeführt und interpretiert werden. Biomedizinische Analytiker/innen HF untersuchen die
Proben eigenverantwortlich und äusserst sorgfältig. Meistens arbeiten sie dabei im Team, je nach Dienst und Laborgrösse aber auch alleine. BMA HF arbeiten eng zusammen mit Ärzten, Wissenschaftlern, Fachpersonen der Pflege, der Informatik, der Betriebswirtschaft und weiteren Fachkräften.
Biomedizinische Analytiker/innen HF wenden verschiedene chemische, biologische und mikroskopische Verfahren an. Sie beschäftigen sich mit unterschiedlichen Fachbereichen: In der Hämatologie beispielsweise untersuchen sie Blutproben, um Krankheiten wie Blutarmut oder Leukämie festzustellen. In der Immunhämatologie bestimmen sie Blutgruppen und führen Untersuchungen für die Transfusionsmedizin durch. In der Klinischen Chemie / Immunologie führen sie Routineanalysen durch wie die Bestimmung von Stoffwechselmetaboliten, z.B. Glukose, oder sie nehmen diverse Spezialdiagnostika vor wie Drogenscreening oder Abklärungen bei Allergien. In der Mikrobiologie stehen Infektionserreger wie Viren, Bakterien, Pilze oder Parasiten im Fokus. Weitere Einsatzgebiete
sind die Molekularbiologie (z.B. bei Erbkrankheiten), die Histologie und die klinische Zytologie (z.B. bei Tumor- / Krebsdiagnostik). Je nach Arbeitsort sind BMA HF für mehrere Fachgebiete zuständig oder auf ein einzelnes spezialisiert. In ihrer täglichen Arbeit halten sie die Gesetzesvorgaben strikt ein, z.B. zum Datenschutz und Umweltschutz sowie zur Sicherheit und Hygiene.
Quelle: BIZ-BERUFSINFO, SDBB Bern / Laufbahnzentrum (LBZ) Zürich
Orthoptisten HF sind Fachpersonen eines Bereichs der Augenheilkunde. Sie befassen sich mit Störungen wie Schielen (Strabismus), Schwachsichtigkeit (Amblyopie), mit Problemen bei der Zusammenarbeit beider Augen (Binokularsehen) oder der Augenmuskeln.
Im Auftrag der Augenärztin führen Orthoptistinnen HF eigenständig Untersuchungen durch. Bei neuen Patientinnen nehmen sie als erstes die medizinische Vorgeschichte auf, d.h. klären die Dauer der Sehstörung, mögliche Ursachen (z.B. Unfall, Krankheit), erbliche Vorbelastung und Ähnliches ab. Bei der anschliessenden Untersuchung überprüfen sie mit medizinisch-technischen Geräten sowie anderen Hilfsmitteln verschiedene Faktoren, z.B. Sehschärfe, Augenstellung und -beweglichkeit, Schielwinkel, Zusammenarbeit der Augen, Gesichtsfeld und Farbsinn.
Aufgrund der Untersuchungsergebnisse stellen sie die orthoptische Diagnose und planen nach Rücksprache mit dem Augenarzt die passende Therapie. Orthoptisten HF informieren die Patienten zum weiteren Vorgehen und zu den Behandlungsmethoden und führen diese selbstständig durch. Massnahmen sind beispielsweise das Abdecken des besser sehenden Auges zur Aktivierung des sehschwachen Auges oder das Ausgleichen eines Schielwinkels durch die Anpassung einer prismatischen Korrektur. Den Behandlungsverlauf dokumentieren sie und kontrollieren den Erfolg. Falls eine Operation notwendig ist, können Orthoptisten HF bei Bedarf dem Augenarzt während des Eingriffs assistieren.
Orthoptistinnen HF arbeiten häufig mit Kindern, aber auch mit älteren Menschen, deren Sehleistung beispielsweise durch einen Unfall, einen Schlaganfall oder eine Erkrankung beeinträchtigt ist. Orthoptistinnen HF gehen auf individuelle Bedürfnisse ihrer Patientinnen ein und unterstützen, motivieren, beraten und betreuen sie mit viel Geduld und Einfühlungsvermögen. Durch die Information zu Diagnosen, Ursachen, Konsequenzen und möglichen Therapien leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung und Prävention, etwa wenn sie bei orthoptischen Reihenuntersuchungen im Vorschulalter mitwirken.
Zu den Aufgaben von Orthoptisten HF gehören auch administrative Arbeiten. Sie erstellen orthoptische Berichte und helfen bei Bedarf bei der Praxisorganisation sowie bei der Bestellung und Lagerung von Medikamenten.
Quelle: BIZ-BERUFSINFO, SDBB Bern / Laufbahnzentrum (LBZ) Zürich
Zu Podologinnen kommen Menschen jeden Alters und in jeder Lebenssituation, wenn sie beim Gehen Beschwerden haben, der Schuh sie drückt, Zehennägel eingewachsen sind oder sie sonst Probleme mit den Füssen haben. Das können gesunde Menschen oder sogenannte Risikopatientinnen sein, die z.B. an Diabetes, Rheuma oder Durchblutungsstörungen leiden. In einer Anamnese klären Podologinnen die Ursachen der Beschwerden ab: Trägt die Patientin für ihre Füsse geeignete Schuhe? Verursachen Spreiz-, Senkfüsse oder Druckstellen die Schmerzen? Mit Einfühlungsvermögen informieren sie die Patientinnen, mit welchen Massnahmen die Beschwerden gelindert werden können. Sie erkennen auch, wenn eine Patientin ärztliche Hilfe benötigt.
Podologen schneiden normale oder deformierte Zehennägel, entfernen schmerzende Hühneraugen, übermässige Hornhaut und Schwielen, behandeln Nagelpilz und verdickte Nägel. Sie bringen Druckentlastungs- oder Wundverbände an und korrigieren eingewachsene Zehennägel mit einer speziellen Spangentechnik. Bei Nägeln, die durch Unfälle, einwirkende Kräfte der anliegenden Zehen oder Schuhdruck am natürlichen Wachstum behindert werden, modellieren sie einen künstlichen Nagelersatz, der das Nagelbett schützt. Aus Silikon stellen sie Entlastungen für den Zehenbereich her. Für das Führen der Instrumente und Maschinen benötigen Podologen viel Fingerspitzengefühl, um den Patienten möglichst keine Schmerzen zu bereiten. Diskretion und Schweigepflicht haben in diesem medizinisch-therapeutischen Beruf zudem einen hohen Stellenwert.
Als weitere therapeutische Massnahme und zur Steigerung des Wohlbefindens massieren Podologinnen mit einer Crème die Füsse und Unterschenkel der Patientinnen. Sie verkaufen der Kundschaft auch Fusspflegeprodukte und beraten diese bezüglich Gesundheitsschuhen und orthopädischen Hilfsmitteln.
Nach der Behandlung reinigen und sterilisieren Podologen die Instrumente und sorgen für Ordnung und Sauberkeit am Arbeitsplatz. Sie dokumentieren die Krankheitsgeschichte, protokollieren die eingeleiteten Massnahmen und machen so die Erfolge ihrer Behandlung sichtbar.
Quelle: BIZ-BERUFSINFO, SDBB Bern / Laufbahnzentrum (LBZ) Zürich
Rettungssanitäter sind in Rettungsdiensten und -organisationen tätig. Sie organisieren und leiten Einsätze jeglicher Komplexität: Sie versorgen und transportieren Patienten in kritischem und nicht kritischem Gesundheitszustand. Bei akuten Erkrankungen und schweren Unfällen begeben sie sich mit dem Einsatzfahrzeug rasch an den Ereignisort.
Beim Eintreffen am Notfall- oder Unfallort verschaffen sich Rettungssanitäterinnen sofort einen Überblick über die Situation. Als erste Ansprechpartnerinnen für Patientinnen, ihre Angehörigen und Dritte erfüllen sie deren Kommunikationsbedürfnisse. Sie übernehmen die Sicherung der Umgebung, die Einsatzleitung sowie die präklinische medizinische Versorgung. Rasch müssen sie den Gesundheitszustand einer Patientin beurteilen und die nötigen Massnahmen ergreifen. Zu den ausserklinischen Handlungen vor Ort gehören Rettungstechniken wie Beatmen, Verabreichen von Infusionen und Medikamenten, Durchführen von Herzmassagen oder Defibrillieren. Die Tätigkeit am Einsatzort erfordert eine laufende Beurteilung und Überwachung der Vitalfunktionen einer Patientin z.B. durch Blutdruckmessung, EKG oder weitere Untersuchungen. Anschliessend wird die Patientin ins Spital transportiert. Während der Fahrt wird sie medizinisch versorgt und überwacht.
Für die optimale Versorgung des Patienten arbeiten Rettungssanitäter in einem eingespielten Team intensiv mit Ärzten, Pflegefachleuten, Polizisten und anderen Fachpersonen zusammen. Die jeweiligen Verantwortlichkeiten sind aufeinander abgestimmt und greifen wie Kettenglieder ineinander. Rettungssanitäter sichern die Qualität und Kontinuität in der Rettungskette. Ist ein Notarzt anwesend, obliegt ihm die medizinische Führung und die Rettungssanität ist für die technische und organisatorische Führung zuständig.
Nach dem Einsatz bringen Rettungssanitäterinnen den Rettungswagen in Ordnung, reinigen und desinfizieren Geräte und Instrumente, füllen Verbrauchsmaterial auf, kontrollieren und bewirtschaften die gesamte Infrastruktur, Technik und Logistik. In den Wartezeiten zwischen den Einsätzen bleibt Zeit für das Schreiben der Einsatzrapporte und das Erledigen administrativer Aufgaben.
Aktiv informieren sich Rettungssanitäter über Neuerungen im eigenen Arbeitsfeld. Mit ihrer Beteiligung an Forschungsprojekten tragen sie zudem zur Berufsentwicklung und Qualitätssicherung bei.
Quelle: BIZ-BERUFSINFO, SDBB Bern / Laufbahnzentrum (LBZ) Zürich
Dauer
3 Jahre Vollzeit
Teilweise ist das Studium berufsbegleitend möglich.
Ausbildungskonzept
In der Regel finden etwa zwei Drittel der Studienzeit an der Fachhochschule und ein Drittel in Praktika in Gesundheitsinstitutionen statt. Einige der modularen Studiengänge sind generalistisch (mit Pflicht- und Wahlmodulen), andere bieten Vertiefungsrichtungen an. Vermittelt wird ein berufspraktisches, theoretisches und wissenschaftliches Fachwissen zu Themen wie Gesundheit, Krankheit und Pflege.
Über Details informieren die einzelnen Fachhochschulen.
Abschluss
Eidg. anerkanntes Diplom "Bachelor of Science [FH] in Pflege"
Studienorte
Quelle: BIZ-BERUFSINFO, SDBB Bern / Laufbahnzentrum (LBZ) Zürich
Pflegefachleute FH (Bachelor of Science) übernehmen in der direkten Pflege Führungsverantwortung. Sie entwickeln Pflegemassnahmen, neue Konzepte und Methoden, beteiligen sich an der Qualitätssicherung und an Forschungsprojekten.
Pflege ist zugleich Beruf und wissenschaftliche Disziplin. Pflegefachfrauen und -männer FH sind gemeinsam mit ihren Teams für eine professionelle Pflege von Menschen verantwortlich. Mit ihrem wissenschaftlich fundierten Fachwissen übernehmen sie fachliche Leitungsaufgaben und gewährleisten Patientinnen und Patienten die bestmögliche Behandlung und Betreuung. Sie arbeiten im stationären, ambulanten oder spitalexternen Bereich, z.B. in den Fachbereichen Akutpflege, Psychiatrie, Pädiatrie oder Geriatrie.
In der direkten Pflege versorgen Pflegefachleute FH Menschen jeden Alters. Sie erfassen systematisch den Pflegebedarf von Patientinnen und Patienten und berücksichtigen dabei neben ihrer psychischen und physischen Verfassung auch soziale, kulturelle, alters- und geschlechtsspezifische Aspekte sowie ethische Richtlinien. Als Fach- und Führungskräfte sichern sie die Qualität der Pflege. Sie planen die Pflegemassnahmen, führen die medizinischen Interventionen durch und lösen komplexe Problemstellungen, z.B. wenn sie Patientinnen und Patienten fremder Kulturen in schwierigen Situationen betreuen und beraten. Den Pflegeprozess dokumentieren, analysieren, evaluieren und optimieren sie: Anhand ihres reflektierten Erfahrungswissens sowie aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen überprüfen sie laufend die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Massnahmen und nehmen bei Bedarf Anpassungen vor. Somit leisten sie einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Pflege.
Pflegefachleute FH gewährleisten die fachliche Entwicklung des ihnen unterstellten Personals. Je nach Einsatzgebiet sind sie auch für die Ausbildung und Förderung von Lernenden zuständig.
Pflegefachleute FH arbeiten eng mit Ärztinnen und Ärzten zusammen und wirken als Bindeglied zu den Angehörigen der betreuten Menschen sowie zu Fachpersonen anderer Disziplinen des Gesundheits- und Sozialwesens. Durch ihre offene Sichtweise nutzen sie Synergien und fördern die interdisziplinäre Zusammenarbeit.
Zudem leiten und koordinieren Pflegefachleute FH Projekte, insbesondere zur Qualitätsentwicklung und zur angewandten pflege- und bezugswissenschaftlichen Forschung. Sie beteiligen sich auch an der Entwicklung und Umsetzung von neuen Pflegekonzepten und -methoden und sind zuständig für Öffentlichkeitsarbeit.
Quelle: BIZ-BERUFSINFO, SDBB Bern / Laufbahnzentrum (LBZ) Zürich
In der Regel gilt:
zusätzlich
Über Details zu den Zulassungsbedingungen informieren die Fachhochschulen. Je nach Vorbildung und Fachhochschule kann ein verkürzter berufsbegleitender Studiengang besucht werden
Quelle: BIZ-BERUFSINFO, SDBB Bern / Laufbahnzentrum (LBZ) Zürich
Dauer
3 Jahre, Vollzeit
Bei entsprechender Vorbildung kann die Ausbildung verkürzt werden.
Ausbildungskonzept
Die Ausbildung erfolgt zu 50% an der Schule und zu 50% in der beruflichen Praxis.
Abschluss
Eidg. anerkannter Titel "Dipl. Pflegefachmann/-frau HF"
Studienorte
Bildungszentren / Höhere Fachschulen in verschiedenen Städten, beispielsweise in Aarau, Bern, Chur, Frauenfeld, Luzern, Münchenstein (Basel), Olten, St. Gallen, Sargans, Schaffhausen, Solothurn, Winterthur, Zürich u.a.
Die Bildungsgänge müssen ein Anerkennungsverfahren durchlaufen.
Quelle: BIZ-BERUFSINFO, SDBB Bern / Laufbahnzentrum (LBZ) Zürich
Pflegefachpersonen HF sind verantwortlich für die Pflege und Betreuung von Patienten. Sie betreuen und unterstützen diese gemäss dem Pflegebedarf und ihren Bedürfnissen. In der Prävention, Gesundheitsförderung oder in der Qualitätssicherung leisten sie wichtige Beiträge.
Pflegefachfrauen HF arbeiten in Spitälern, psychiatrischen Kliniken, Alters- und Pflegeheimen oder pflegen und betreuen Patientinnen zu Hause. Bei ihrer Arbeit berücksichtigen sie nicht nur den Gesundheitszustand und die pflegerischen Bedürfnisse. Auch ethische und rechtliche Prinzipien sowie das Alter, das Geschlecht, die Biografie, der Lebensstil und das kulturelle, wirtschaftliche, soziale und gesellschaftliche Umfeld der Patientinnen werden berücksichtigt. Dadurch schaffen sie eine Basis für Vertrauensbeziehungen. Sie übernehmen die zentrale Verbindungsfunktion zwischen dem medizinischen Fachpersonal und den Patientinnen sowie deren Angehörigen. Dabei vertreten sie die Interessen der Patientinnen und gewährleisten einen optimalen Informationsaustausch.
Im gesamten Pflegeprozess tragen Pflegefachmänner HF die fachliche Verantwortung. Sie sind für die Planung, Ausführung, Delegation und Überwachung der medizinisch-technischen Aufgaben verantwortlich. Nach dem Einholen von ausführlichen Informationen über den Pflegebedarf und die Bedürfnisse der Patienten, erstellen sie ein Pflegekonzept. Gemeinsam im Team führen sie die Pflegemassnahmen durch und kontrollieren deren Wirkung und Erfolg. Sie beobachten den Krankheitsverlauf und Genesungsprozess genau. In der Pflegedokumentation halten sie täglich die aktuellsten Entwicklungen fest und vermitteln ihre Kenntnisse bei Stationsrapporten und Arztvisiten. Pflegefachmänner HF werden in ihrer Arbeit immer wieder mit herausfordernden Situationen konfrontiert: Sie stehen Patienten bei, die in unterschiedlicher physischer resp. psychischer Verfassung sind und begleiten Menschen auch beim Sterben. Dies erfordert hohe Belastbarkeit und Einfühlungsvermögen.
Als Führungskräfte im Bereich der Pflege sind Pflegefachfrauen HF für die fachliche Entwicklung des ihnen unterstellten Personals mitverantwortlich. Sie unterstützen Studierende während dem Praktikum, leiten diese an und fördern deren Lernprozesse.
Pflegefachpersonen HF beteiligen sich des Weiteren an der Prävention von Krankheiten und Unfällen sowie der Gesundheitsförderung. Sie wirken an Forschungsprojekten oder der Entwicklung von politischen Strategien im Bereich Pflege und Gesundheit mit. Auf diese Weise leisten sie ihren Beitrag zur Verbesserung der Pflegequalität.
Quelle: BIZ-BERUFSINFO, SDBB Bern / Laufbahnzentrum (LBZ) Zürich
Abschluss einer mind. 3-jährigen anerkannten Grundbildung mit eidg. Fähigkeitszeugnis oder
Abschluss einer Fachmittelschule (Diplommittelschule) oder einer eidg. Matura
sowie
bestandene Eignungsabklärung (Aufnahmeverfahren kann variieren: Bewerbungsschreiben, Eignungstest (Fach-, Methoden- und Selbstkompetenz), Praxiseinblick, Einreichen eines Portfolios, Standortgespräch und evt. Gesundheitsattest).
Mit einem Abschluss als Fachangestellte/r Gesundheit EFZ kann ein verkürzter Studiengang besucht werden.
Quelle: BIZ-BERUFSINFO, SDBB Bern / Laufbahnzentrum (LBZ) Zürich
Fachleute für medizinisch-technische Radiologie HF sind in Spitälern und radiologischen Instituten tätig. Sie behandeln, betreuen und überwachen gesunde, behinderte, kranke und verunfallte Menschen. Ihr Arbeitsgebiet umfasst hauptsächlich drei Bereiche:
In der diagnostischen Radiologie erstellen Fachpersonen für medizinisch-technische Radiologie HF selbstständig Röntgenbilder von Knochen, inneren Organen, Gefässen und Nervenbahnen, wobei sie z.T. Kontrastmittel anwenden. Zusätzlich zur konventionellen Röntgentechnik arbeiten sie mit Aufnahmetechniken wie Computer- und Magnetresonanz-Tomographie und digitaler Radiographie.
In der Radioonkologie behandeln und beraten die Fachleute Patientinnen und Patienten über mehrere Wochen hinweg. Sie führen gezielte Strahlentherapien durch, um Krebserkrankungen zu heilen und krankhaft verändertes Gewebe zu zerstören. Dabei halten sie sich strikte an ärztliche Vorgaben und den Bestrahlungsplan.
In der Nuklearmedizin bereiten die Berufsleute im Labor radioaktive Substanzen vor, die sie den Patientinnen und Patienten in kleinen, genau abgestimmten Mengen verabreichen. Diese reichern sich im Körper an bestimmten Zellen an. Die Aktivität der Substanzen zeichnen die Fachpersonen mit speziellen Messgeräten auf, so dass ein präzises Bild über Grösse, Lage und Funktion des erkrankten Organs entsteht. Die Ergebnisse stellen sie schliesslich am Computer für die Diagnose zusammen.
Neben dem Schweregrad der Verletzung oder Erkrankung berücksichtigen die Fachpersonen auch die Bedürfnisse, die Würde und Lebenssituation der Behandelten. Sie treten ihnen verantwortungsvoll, situationsgerecht und fachlich kompetent gegenüber, mit viel Einfühlungsvermögen und Verständnis für ihre Ängste.
Fachleute für medizinisch-technische Radiologie HF arbeiten mit hochkomplexer Spitzentechnologie und für die Umgebung gefährlichen Mitteln und Verfahrensweisen. Einerseits müssen sie Geräte äusserst präzise einstellen und dafür sorgen, dass diese fehlerlos funktionieren. Andererseits gewährleisten sie die Sicherheit aller Beteiligten und der Umwelt, indem sie die Strahlenschutzvorschriften einhalten und andere darin unterweisen. Zudem beteiligen sie sich an der Aus- und Weiterbildung von Auszubildenden und neuen Mitarbeitenden verschiedener Berufsgruppen.
Quelle: BIZ-BERUFSINFO, SDBB Bern / Laufbahnzentrum (LBZ) Zürich
Ergotherapie ist eine ganzheitliche, medizinisch-therapeutische Behandlung, die psychologische, pädagogische und soziale Aspekte mit einbezieht. Sie geht davon aus, dass gezielt eingesetzte Tätigkeiten eine therapeutische, gesundheitsfördernde Wirkung haben. Ergotherapeuten FH behandeln Menschen jeden Alters, die vorübergehend oder langfristig in ihrer Selbstständigkeit eingeschränkt sind, z.B. durch Unfall, physische, psychische Krankheit und/oder Behinderung sowie durch soziale oder entwicklungsbedingte Probleme. Anhand alltagsnaher, auf die individuellen Lebenssituationen abgestimmter Aktivitäten wird die Handlungsfähigkeit der Patienten verbessert, wiederhergestellt oder erhalten.
Bevor Ergotherapeutinnen FH Massnahmen ergreifen, analysieren sie mit Tests, Gesprächen und Beobachtungen die jeweilige Situation der Patientinnen. Sie orientieren sich an deren Gewohnheiten, Interessen und Fähigkeiten und prüfen auch die Unterstützung durch das Umfeld. Ihr Ziel ist es, Patientinnen eine grösstmögliche Selbstständigkeit in persönlichen, sozialen, schulischen oder beruflichen Lebensbereichen zu ermöglichen. Ergotherapeutinnen FH zeigen den Betroffenen, wie und mit welchen Hilfsmitteln sie den Alltag trotz Einschränkungen meistern können. Sie üben mit ihnen z.B. tägliche Verrichtungen wie Kochen, Essen, Körperpflege und Ankleiden oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren.
Das Einsatzgebiet von Ergotherapeuten FH ist sehr breit: Sie arbeiten etwa mit Kindern, Betagten, in der Psychiatrie, Neurologie oder Rehabilitation. Kinder, die in ihrer Wahrnehmung, Bewegung oder Entwicklung beeinträchtigt sind, fördern sie durch spielerische Aktivitäten, wodurch sie deren Selbstvertrauen stärken. Sie behandeln Menschen mit Hirnverletzungen, fördern deren Konzentrations- sowie Denkfähigkeit zur Bewältigung von Alltagsaufgaben. Bei Menschen in psychiatrischen oder Alterseinrichtungen steigern sie durch lebenspraktische, handwerklich-gestalterische, geistige und musische Einzel- und Gruppentätigkeiten deren Lebensqualität. Mit gelähmten und körperlich eingeschränkten Patienten trainieren sie Bewegungsabläufe und bauen mit passiven und aktiven Übungen deren Muskelkraft und Koordinationsfähigkeit auf.
Neben therapeutischen Massnahmen nehmen Ergotherapeutinnen FH bei Bedarf Anpassungen an Hilfsmitteln wie speziell angefertigten Rollstühlen oder Schienen vor. Sie überprüfen und dokumentieren den Therapieverlauf und pflegen Kontakte mit den Bezugspersonen der Patientinnen, anderen Berufsgruppen und Behörden.
Quelle: BIZ-BERUFSINFO, SDBB Bern / Laufbahnzentrum (LBZ) Zürich
Im Zentrum der Tätigkeit als Ernährungsberater FH steht die Beratung und Betreuung von kranken Menschen. In Spitälern, Heimen, Arztpraxen oder in der eigenen Praxis arbeiten sie interdisziplinär eng mit anderen Fachpersonen zusammen. Sie sensibilisieren Patienten mit Diabetes, Essstörungen, Nierenerkrankungen, Herz- und Kreislauferkrankungen etc. für ihr Ernährungsverhalten. Durch ernährungstherapeutische Massnahmen stellen sie die fachgerechte Zubereitung der Mahlzeiten sicher. Sie zeigen den Patienten die Zusammenhänge zwischen der verordneten Ernährungstherapie und der damit verbundenen Ernährungsumstellung und ihrer Krankheit auf. Lösungen auf eventuelle Ernährungsprobleme suchen sie gemeinsam. Mit Menüplänen, Rezepten und Tipps zur Menügestaltung unterstützen sie den Patienten bei der Umsetzung im Alltag. Die Umstellung der Essgewohnheiten ist ein schwieriger Prozess. Für eine erfolgreiche Therapie müssen Ernährungsberater FH Beratungsgespräche mit viel Einfühlungsvermögen, Verständnis und Überzeugungskraft führen sowie die Lebenssituation, die Wünsche und Befürchtungen der Patienten mit einbeziehen.
Ernährungsberaterinnen FH beraten nicht nur kranke Menschen. Ihr Wissen über ausgewogene und gesunde Ernährung geben sie auch in Einzelsitzungen, Ernährungskonzepten, Vorträgen und Seminaren an Interessierte aller Altersstufen weiter. Hierbei müssen sie didaktische Grundsätze beherrschen und sind schreiberisch tätig. Sie betreiben Ernährungserziehung im Sinne ganzheitlicher Gesundheitsförderung und Prävention. Sie mobilisieren individuelle Ressourcen und klären über ungünstige Verhaltensweisen auf, sie informieren über sinnvolle Gewichtsreduktion, den Nutzen regelmässiger körperlicher Aktivität und gesunde Ernährung.
Ernährungsberater FH sind in einem komplexen, vielschichtigen Umfeld tätig. Darum informieren sie sich stets gezielt über die neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse und integrieren dieses Wissen in ihre Tätigkeit. Neben Erkenntnissen aus der Ernährungswissenschaft benötigen sie auch Wissen aus anderen Disziplinen wie Medizin, Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaften. Neben Diätetik, Lebensmittelrecht, -produktion und -verarbeitung sind Themen wie Sozialpsychologie, Beratungstheorie und Anatomie für die Berufsausübung relevant. Die interdisziplinäre Arbeitsweise spiegelt sich in der engen Zusammenarbeit mit Diätköchen, dem Pflegefachpersonal und der Ärzteschaft. Teilweise beteiligen sie sich auch an wissenschaftlichen Studien und Projekten.
Quelle: BIZ-BERUFSINFO, SDBB Bern / Laufbahnzentrum (LBZ) Zürich
Hebammen und Entbindungspfleger FH beraten werdende Eltern bereits während der Schwangerschaft: Sie informieren sie über Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Stillzeit. Sie bereiten sie vor auf die neue Situation und Rolle der Elternschaft. Regelmässig führen sie vorgeburtliche Kontrollen durch und fördern die Gesundheit von Mutter und Kind. Ihr medizinisches Fachwissen ermöglicht es ihnen, Fragen zur pränatalen Diagnostik, zur Geburtsvorbereitung und zur Familienplanung zu beantworten.
Hebammen FH führen je nach Verlauf Geburten in eigener Verantwortung durch oder arbeiten eng mit dem ärztlichen Dienst zusammen. Laufend überprüfen sie die Herztöne des Kindes und die Wehentätigkeit, achten auf das Wohlbefinden der Mutter und geben ihr Tipps zu geeigneten Gebärpositionen. Sie müssen Risikosituationen im Geburtsverlauf sofort erkennen und beurteilen können. Bei Komplikationen leiten sie erforderliche Notfallmassnahmen ein, fordern ärztliche Unterstützung an und assistieren bei medizinischen Eingriffen.
Nach der Geburt betreuen Hebammen FH die Wöchnerin und das Neugeborene. Sie beobachten und überwachen ihren Zustand und fördern die Mutter-Kind-Beziehung. Je nach Tätigkeitsbereich übernehmen sie auch die Pflege und Betreuung der Mutter und des Neugeborenen zuhause. Sie beraten die Mutter zu Pflege und Ernährung des Säuglings sowie über die körperliche Rückbildung nach der Schwangerschaft. Den Verlauf von Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Stillzeit jeder Frau protokollieren sie.
Hebammen FH benötigen ein hohes Mass an Einfühlungsvermögen und psychischer Belastbarkeit. Sie vermitteln Sicherheit und Gelassenheit. Professionelle Unterstützung leisten sie insbesondere bei Ausnahmesituationen wie bei Missbildungen des Säuglings, bei Totgeburten oder postnatalen Depressionen der Mutter.
Hebammen FH arbeiten oft in interdisziplinären Teams. Sie erteilen Kurse zur Geburtsvorbereitung und Rückbildungsgymnastik, in Babyschwimmen, Babymassage und Stillberatung. Teilweise engagieren sie sich als Ausbilderinnen in der Sexualkunde für Jugendliche oder in der Gesundheitsprävention. Nach mehrjähriger Berufserfahrung können sie sich auch an Forschungsprojekten beteiligen oder Leitungs- und Managementaufgaben übernehmen.
Quelle: BIZ-BERUFSINFO, SDBB Bern / Laufbahnzentrum (LBZ) Zürich
Physiotherapeutinnen FH behandeln, unterstützen und beraten gesunde, kranke, verunfallte und behinderte Menschen aller Altersstufen. Dabei befassen sie sich hauptsächlich mit den Funktionsfähigkeiten des Bewegungsapparates und des Nervensystems. Ihr Ziel ist es, Störungen im Bewegungsverhalten zu beseitigen und die körperliche Beweglichkeit der Patientinnen wiederherzustellen, zu verbessern, zu erhalten oder zu steigern und somit deren Wohlbefinden positiv zu beeinflussen. In der Präventivarbeit verhindern sie Folgen einer bestehenden Krankheit oder sie fördern die Gesundheit, z.B. durch Bewegungsförderung von Schulkindern oder durch ergonomische Arbeitsplatzberatung.
Physiotherapeuten FH nehmen aufgrund der ärztlichen Verordnung ihre eigene Untersuchung vor, erstellen einen Behandlungsplan und führen die notwendigen Massnahmen selbstständig durch. In Gesprächen mit den Patienten definieren sie gemeinsam die Behandlungsziele. Voraussetzung für die erfolgreiche Physiotherapie ist die Mitarbeit der Patienten. Physiotherapeuten FH müssen mit viel Geduld und Einfühlungsvermögen überzeugen und motivieren können, auch bei Patienten, die wegen Krankheit oder Behinderung in schlechter psychischer Verfassung sind.
Physiotherapeutinnen FH stehen diverse physikalische und manuelle Behandlungsmethoden sowie Bewegungs- und Atemübungen zur Verfügung. Dazu setzen sie verschiedene Hilfsmittel und moderne Trainingsgeräte ein. Bei der aktiven Bewegungstherapie leiten sie die Patientinnen zu gezielten Übungen z.B. mit Hanteln, Fitnessgeräten, Therapiebällen und -bändern an. Sie überwachen die Übungen und korrigieren falsche Ausführungen sofort. Physiotherapeutinnen FH führen Einzel- und Gruppentherapien durch. Sie erteilen auch Kurse in Rücken-, Schwangerschafts- oder Wassergymnastik oder unterstützen Sportlerinnen beim gesundheitsschonenden und effizienten Leistungsaufbau.
In diesem medizinisch-therapeutischen Beruf müssen neben den Behandlungen auch administrative Arbeiten erledigt werden. Physiotherapeuten FH dokumentieren sorgfältig die Befunde und den gesamten Therapieverlauf. Die Dokumentation ist für andere Teammitglieder wertvoll, z.B. als Grundlage für die Rechnungsstellung gegenüber den Krankenkassen. Ausserdem vereinbaren sie Termine mit den Patienten und stehen in Kontakt zu Behörden.
Quelle: BIZ-BERUFSINFO, SDBB Bern / Laufbahnzentrum (LBZ) Zürich
Medizinische Masseure behandeln gesunde, kranke, behinderte oder verletzte Menschen jeden Alters. Die Behandlungstechnik wählen sie entsprechend individueller Probleme und Bedürfnisse der Patienten. Sie bedienen sich vor allem passiver Anwendungen und Therapien wie Bindegewebs-, Reflexzonen- und klassische Massage, manuelle Lymphdrainage sowie Thermo-, Hydro-, Balneo- und Elektrotherapien.
Die Domäne Medizinischer Masseurinnen ist die passive Bewegungsphase bzw. die Ruhehaltung vor und nach einer Bewegung. Bei Störungen des Bewegungsapparates greifen die Berufsleute wirksam ein: Sie helfen abnorme und pathologische Zustände wie Schmerzen, Fehlhaltungen oder Verspannungen zu beseitigen oder zu lindern. Durch manuelle und apparative Gewebemobilisation beeinflussen sie innere Organe und Systeme des menschlichen Körpers, wodurch insbesondere die Durchblutung, Atmung und Psyche verbessert werden. In der Prävention ist es ihr Ziel, pathologischen Zuständen vorzubeugen und normale Bewegungsfunktionen zu erhalten und zu fördern. Sie beteiligen sich an gesundheitsfördernden Aktionen und Gesundheitsberatungen. Medizinische Masseurinnen arbeiten zudem eng mit anderen medizinischen Fachpersonen zusammen.
Vor der Behandlung erheben Medizinische Masseure alle relevanten Daten der Patienten, interpretieren diese sowie ärztliche Diagnosen und Verordnungen. Daraus leiten sie die auf den einzelnen Patienten zugeschnittenen Massnahmen ab, formulieren Ziele, erstellen den Behandlungsplan und führen die Behandlung durch. Sie sorgen für eine ruhige und vertrauensvolle Atmosphäre, die erlaubt, Patienten ganzheitlich wahrzunehmen und die notwendige Entspannung herbeizuführen. Sie dokumentieren die Behandlung, überprüfen deren Wirkung und passen sie nötigenfalls an.
Für die erfolgreiche Berufsausübung sind ein ausgeprägter Beobachtungssinn, taktiles Wahrnehmungsvermögen und manuelles Geschick unerlässlich. Bei der Gestaltung des Arbeitsplatzes achten Medizinische Masseurinnen auf Hygiene, Wahrung der Privatsphäre, behindertengerechte Infrastruktur, Arbeitssicherheit, Datenschutz, rationelle Arbeitsabläufe und Funktionstüchtigkeit technischer Einrichtungen. Je nach Position führen sie auch administrative Arbeiten aus, vereinbaren und koordinieren Termine, erstellen Behandlungsprotokolle sowie Abrechnungen.
Quelle: BIZ-BERUFSINFO, SDBB Bern / Laufbahnzentrum (LBZ) Zürich
15.05.2013, 18.00 Uhr, BFG Baselland mehr
15.05.2013, 19h00, Brugg mehr
15.05.2013, 17.00 Uhr, ZAG, 8400 Winterthur mehr

